Frauke Besuden

„Nach meiner Ausbildung in der Medau-Schule in Coburg habe ich im Auftrag der Universität Grenoble Weiterbildungskurse für Sport- und Gymnastiklehrer im Umfeld von Grenoble gegeben. Von 1968-72 war ich Dozentin an der Medau-Schule.

Leider zwang mich mein angeborenes Hüftleiden dann zu einem Berufswechsel. Der Abschluss des Studiums in Deutsch und Französisch führte mich aber nicht in eine Schule – es gab damals keine Stellen – sondern in eine Psychosomatische Klinik, die zu dem Zeitpunkt neu eröffnet werden sollte und eine Bewegungstherapeutin suchte.

So kam ich zurück zur Bewegung und hinein in die dritte Ausbildung: Zusatzausbildung für Psychotherapie am Institut der Klinik, in Düsseldorf und in Straßburg. Im Auftrag der Klinikleitung entwickelte ich in Zusammenarbeit mit Kollegen eine Arbeit, die den Körper in den therapeutischen Prozess der Patienten mit einbezog und schließlich ‚Körperbezogene Psychotherapie‘ genannt wurde.

 

Meine Erfahrungen im Umgang mit dem Körper haben seit 1970, dem Jahr in dem ich die Arbeit von und mit Gerda Alexander kennen gelernt habe, eine entscheiden Erweiterung erfahren.

Ursprünglicher Anlass der regelmäßigen Teilnahme an ihren Kursen in Straßburg und in Fischerhude war meine Cox Arthrose aber ich merkte bald, wie wertvoll die Erfahrungen, die ich in der Eutonie machte, für meine Tätigkeit in der Klinik wurden.

Die Arbeit am Körperbewusstsein, die Sensibilisierung für Haut und Knochen, der Umgang mit dem Körperbild – all das wurde ein entscheidendes Medium im Rahmen des psychotherapeutischen Prozesses dieser Patienten.

Neben der Weiterbildungs- und Supervisionstätigkeit in der Psychosomatischen Klinik habe ich 30 Jahre eine eigene Praxis in Stade geführt – die regelmäßigen Eutoniekurse blieben dabei ein wichtiger Wegbegleiter.“

Der Körper als Sprachrohr der Seele

Vortrag von Frauke Besuden anlässlich des Symposiums der Eutonie-Akademie Bremen 2017 als pdf: Vortrag Sprachrohr